Mitgliedermail 2021

Jänner 2021
Februar 2021
Juli 2021
August 2021
September 2021
Oktober 2021

Jänner 2021

Liebes Mitglied!

Gestern hatten wir unsere Online-Vorstandssitzung, bei der wir einige Vereinsvorhaben fixierten. Für die Geschichtespaziergänge haben wir im ersten Halbjahr folgende Termine fixiert:

  • Rundgang zum Internationalen Frauentag am Sonntag, den 7. März 2021 um 14:00 Uhr. Wir starten am Platz der Menschenrechte beim Museumsquartier  – Gruppengröße maximal 10 Personen.

  • Rundgang 121 Jahre Brigittenau in Kooperation mit der VHS Brigittenau am Freitag, den 7. Mai 2021 um 16:00 Uhr– Treffpunkt VHS Brigittenau.

  • NEU!!! – Die Gruppe 40 am Zentralfriedhof am Sonntag, den 30. Mai 2021 um 14:00 Uhr Treffpunkt Tor 3 am Zentralfriedhof.

  • Mitgliederangebot: Falls ein Vereinsmitglied mit Bekannten, Familienmitgliedern oder Freund*innen einen Spaziergang absolvieren will, wendet euch bitte an uns. Wir planen die Strecke gerne individuell nach euren Anliegen.

  • Vorschau auf den Herbst: Der Spaziergang Revolution und Widerstand wird im Herbst stattfinden. Weiters planen wir einen Spaziergang “zur anderen Geschichte rund um die Habsburger”, der erstmals im Herbst stattfinden soll.

STUDIENREISEN:

  • Geschichtetag in Burgenland – Thema: Zwangsarbeit in Burgenland und jüdische Geschichte in Mattersburg am Samstag, den 3. Juli 2021 ganztägig.

  • Exkursion nach Hartheim – Die Gedenkstätte bietet umfassende historische Informationen zur NS-Euthanasie und zur Rolle von Schloss Hartheim bei der Vernichtung von Menschen mit Beeinträchtigung/Behinderung. Wir nehmen mit den Verantwortlichen Kontakt auf und planen in der zweiten Hälfte des Oktober 2021 einen Termin.

NEUES AUF UNSERER HOMEPAGE – Eine Einladung zum Schmökern

Die Spaziergänge und Studienreise werden noch extra mit einem eigenen Mail ausgeschrieben. Anmeldungen könnt ihr bereits jetzt per E-Mail tätigen. Für Rückfragen stehen wir euch gerne zur Verfügung. (Werner Drizhal – 0664/1278310)
Wir hoffen ihr seid gesund und wünschen euch alles Gute,

mit freundlichen Grüßen!
Christian – Brigitte – Lukas – Sissi – Alfred – Kathrin – Werner
Vereinsvorstand

Februar 2021

Liebe Mitglieder!

Marlies Mendel schreibt

“Am 16. Februar 1934 war es klar: Der Kampf der ArbeiterInnen umDemokratie und Freiheit war verloren. Sofort zeigten die siegreichen Faschisten ihr hässliches Gesicht: Verhängung des Standrechts, Erschießungen und Verhaftungswellen sowie Verbot der freien Gewerkschaften. Dem sozialdemokratischen oder kommunistischen Lager zugerechnete BetriebsrätInnen verloren ihr Mandat und somit die ArbeiterInnen und Angestellten ihr Mitbestimmungsrecht in den Betrieben. 

Die Lage schien aussichtslos und die Austrofaschisten übermächtig. Ihre Mittel waren Unterdrückung, Überwachung, Angst, Aussetzung des Rechtsstaates und Massenverhaftungen.”

Nachzulesen unter

Gewerkschaftsgeschichte

Der blutige Februar und seine Folgen

Die VHS-Brigittenau veranstaltet eine interessante Diskussionsveranstaltung

Zoom: https://vhs.zoom.us/j/98543804593

Live auf Facebook: https://www.facebook.com/vhsbrigittenau

Mit besten Grüßen

Werner Drizhal
Vereinsvorsitzender

Juli 2021

Liebe Mitglieder!

Unser Geschichtetag im 70`er-Haus in Mattersburg war dank der Vorbereitungen der Familie Luif ein interessanter und spannender Tag. Um eine kleine inhaltliche Übersicht der vielen Inputs zu geben, haben wir einige Blogeinträge dazu gestaltet:

Bei unseren letzten Vorstandssitzungen haben wir eine Neustrukturierung unserer Rundgänge diskutiert und überlegt wie wir eine bessere Mitwirkung der Teilnehmer*innen erreichen können. Deshalb gibt es erstmals eine Art “SPURENSUCHE”, wo wir euch einladen mit uns Geschichte zu erforschen.

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Wir freuen uns auf Anmeldungen und stehen gerne für Rückfragen zur Verfügung. Ihr könnt gerne die Einladung an Bekannte weitergeben. Bei der Veranstaltung können auch Nichtmitglieder mitmachen. Die Teilnahme ist gratis.

Mit freundlichen Grüßen!
Lukas – Brigitte – Alfred – Kathrin – Christian – Elisabeth – Werner
Vereinsvorstand

August 2021

Liebe Mitglieder!

Wir planen vom Verein einen intensiven Sommerausklang mit Rundgängen und Geschichteforschung von unten.

Die vielen Gesichter der Gruppe 40 am Zentralfriedhof

Datum: Mittwoch, den 25. August 2021 von 16:30 – 18:00 Uhr
Treffpunkt: Haupteingang Zentralfriedhof – Tor 2
Anreise: U3 bis Endstation Simmering, weiter mit der Linie 71 oder 11
Rahmen: max. 15 TN*innen nach der Reihenfolge der Anmeldungen – WICHTIG – 3 G (Geimpft oder Getestet oder Genesen)
Anmeldung per E-Mail mit Namen an rote.spuren@chello.at

Geschichte neu erleben – wir begeben uns gemeinsam auf die Spurensuche dieser österreichischen Vergangenheit. Dies ist keine traditionelle Führung sondern eine Workshop mit Informationen. Wer waren die Opfer? Was haben sie getan, dass sie durch Faschisten hingerichtet wurden.

Widerstand und Revolution

Datum: Freitag,den 17. September – Beginn: 15:00 Uhr
Treffpunkt: Heldenplatz, Eingang Nationalbibliothek
Max. TN-Innenanzahl: 15 Personen, um die Abstandsregeln gut einhalten zu können
Dauer: Der Spaziergang wird ca.1,5 Stunden dauern und endet beim Park gegenüber der Votivkirche
Anmeldung: Bitte ein Mail an rote.spuren@chello.at

Den Feudalherren und Kapitalisten ist es nie um ein gutes Leben für die BürgerInnen und ArbeitnehmerInnen gegangen, sondern nur um die Absicherung ihres Reichtums, ihrer Macht und ihres Einflusses. Bei diesem Spaziergang tauchen wir ein in Revolutionen und Widerstand für ein freies Österreich und eine freie Welt.

Stadtspaziergang 121 Jahre Brigittenau 

Die Brigittenau im Brennpunkt gesellschaftlicher Veränderungen
Eine Kooperation mit der VHS-Brigittenau

Datum: Samstag, den 18. September 2021 – Beginn: 14:00 Uhr
Treffpunkt: VHS Brigittenau, Raffaelgasse 11-13 , 1200 Wien
Max. TN-Innenanzahl: 10 Personen, um die Abstandsregeln gut einhalten zu können
Weiter Infos: Falls sie eine Jahres- oder eine Zeitkarte der Wiener Linien haben – bitte mitnehmen
Dauer: Der Spaziergang wird ca. 2,5 Stunden dauern und endet beim Lorenz-Böhler-Krankenhaus
Anmeldung: bitte an die VHS-Brigittenau oder per Mail an rote.spuren@chello.at

Mit den Spaziergängen sammeln wir Erfahrungen von über 121 Jahren Geschichte Brigittenau, um unseren Blick für die Gegenwart zu schärfen. Denn wer die Geschichte der Menschen kennt – kann bei der Gestaltung der Zukunft für die Menschen mitwirken.

Wir ersuchen euch diese Veranstaltungen in eurem Bekanntenkreis zu bewerben. Mit der Teilnahme sind keine Kosten verbunden und wir freuen uns über viele Teilnehmer*innen. Bei Bedarf veranstalten wir einen zweiten Termin.

Die neuesten Nachrichten am Blog:

  • Opfer der Euthanasie in Haslach
    Im Rahmen von so genannten „Euthanasieprogrammen“ wurden in der Zeit des Nationalsozialismus systematisch Menschen ermordet, die in der nationalsozialistischen Ideologie als Gefahr für die „Volksgesundheit“ eingestuft wurden und deren Leben als „lebensunwert“ galt.
    Einige Bürger aus der Mühlviertler Gemeinde Haslach an der Mühl – darunter als treibende Kraft der Schriftsteller Peter Paul Wiplinger, Bürgermeister Dominik Reisinger, Pfarrer Gerhard Kobler und insbesondere Mag. Thomas Engleder – haben versucht, den Schicksalen der Opfer ihrer Gemeinde nachzugehen und ein sichtbares Zeichen zu setzen.

Für Rückfragen stehen wir euch gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen!
Werner – Brigitte – Alfred – Kathrin – Lukas – Sissi – Christian
Vereinsvorstand

ACHTUNG – SOKO HABSBURG IM HERBST – ACHTUNG – SOKO HABSBURG IM HERBST –
ACHTUNG – SOKO HABSBURG IM HERBST – ACHTUNG – SOKO HABSBURG IM HERBST

September 2021

Liebe Mitglieder!

Im Herbst können wir vielfältige Angebote unseres Vereins anbieten. Ein Workshop für Foto- und Geschichtsinteressierte.

Mit dem Fotoapparat in die Geschichte blicken.

100 Jahre Burgenland – der Weg von Mattersdorf in Deutsch Westungarn zu Mattersburg in Österreich
Mit dem Fotoapparat Geschichte sichtbar machen.

Von der Ungarischen Revolution bis zu den Arbeiterräten im Komitat Ödenburg.
Am 5. und 6. Dezember 1918 wird im Raum Deutsch-Westungarn in Mattersburg die selbständige „Republik Heanzenland“ ausgerufen, die jedoch nach kaum 24 Stunden durch militärisches Eingreifen der Honvèd (ungarische Landwehr) ein rasches Ende findet. Der Erste Weltkrieg war im heutigen Burgenland noch lange nicht vorbei.

  • Termin: 5. Oktober 2021 von 09:30 bis 16:30 Uhr
  • Ort: das 70er-Haus (Geschichtehaus) – Hintergasse 70, 7210 Mattersburg
  • Anreise: Aus Wien besteht die Möglichkeit mit der ÖBB anzureisen. Abfahrt um 07:58 – Rückankunft ca. 18:00.
  • Jede/r TeilnehmerIn benötigt einen Fotoapparat oder Handykamera und wenn möglich einen Laptop oder Tablet incl. Steckverbindung zum Übertragen der Fotos.
  • Anmeldung per Mail auf rote.spuren@chello.at
  • Beitrag: Für Mitglieder ist die Teilnahme am Workshop gratis. Für Nichtmitglieder wird ein Unkostenbeitrag von €20.- eingehoben für Verpflegung und Raumkosten.

Ein gesellschaftspolitischer Beitrag mit Bildern

Wir versuchen an diesem Tag Impressionen zu diesen beiden Themen zu sammeln, sie sichtbar zu machen und darzustellen. Wir öffnen unseren Blick auf die gewerkschaftliche Dimension der Themen und gestalten einen gesellschaftspolitischer Beitrag mit Bildern.

In diesem Workshop arbeiten wir in mehreren Teams. 100 Jahre Burgenland wirst du inhaltlich und fotografisch erkunden. Wir zeigen dir Methoden der inhaltlichen Aufbereitung, der Motivauswahl und wie du deine Botschaften, die du erblickt und fotografiert hast, dokumentierst.
Zu den beiden Themen wird es inhaltliche Inputs von Georg Luif.
Außerdem gibt es Tipps zum Fotografieren und was dabei im öffentlichen Raum beachtet werden muss. Jedes Team gestaltet ein Bild, eine Collage oder Dokumentation, die im 70er-Haus gezeigt wird.

Informationen zum Thema findest du am Blog – Der Lange Weg Mattersdorf zu Österreich – der Input

Wir freuen uns auf deine Anmeldung und verbleiben mit freundlichen Grüßen!
Alfred, Brigitte, Lukas, Kathrin, Christian, Sissi, Werner
Vorstand der Roten Spuren

Die neuesten Nachrichten am Blog

Denkmal KZ-Steyr in Münichholz
“Steyr war ein mittelgroßes KZ, das 3-4 Kilometer außerhalb von Steyr gelegen war. Auf dem Gelände des KZ Steyr befanden sich 30-40 einstöckige Holzbaracken, die nicht wintertauglich waren. Die Gefangenen schliefen auf zweigeschossigen Holzpritschen mit Matratzen, welche mit Holzspänen gefüllt waren.” – Schilderung eines ehemaligen Gefangenen und Zwangsarbeiter

Urnengrab von KZ-Opfern am Friedhof Steyr
Im Zweiten Weltkrieg unter dem Nationalsozialismus diente das Krematorium am Friedhof am Tabor zur Einäscherung von KZ-Häftlingen aus dem KZ Mauthausen und dem KZ Gusen. 1948 wurden wohl am Ende eines Verbindungswegs vor einer ehemaligen Einfriedungsmauer mehr als 1000 Urnen versenkt.

Tränen über Gmünd – Der Tod in den Getreidespeichern
Bei einer Aussentemperatur von etwa 10 Grad Minus waren 1700 jüdische Menschen in diesem Riesenraum untergebracht. Sie lagen auf dem Betonboden zum Teil ohne Unterlage, zum Teil auf einer stellenweise nur dünnen Unterlage Stroh. Etwa 200 bis 300 Personen hatten schwerste Erfrierungen an Händen und Füßen. Zudem litten alle Insassen an schwersten Durchfällen aller Grade. Der größte Teil von ihnen war hochgradig abgemagert. Seit einigen Tagen hatten sie auf der Fahrt hierher überhaupt nichts, und in den letzten Tagen in Gmünd erst eine Portion Kaffee und eine Schnitte Brot erhalten. Es fehlte außerdem an jeglichen Medikamenten und Desinfektionsmitteln.

Die Sozialistenmorde in Freistadt
Ohne jedes Gerichtsverfahren wurden am Abend des 24. April 1945 vier Freistädter und ein Pole aus ihren Wohnungen abgeholt, weil die Freistädter Nazis in den Endtagen ihrer Diktatur sich noch an Sozialisten rächen wollten. Südlich von Freistadt an der Jaunitz, in der Nähe des ehemaligen Militärschwimmbades, wurden sie zu nächtlicher Stunde heimlich erschossen und vergraben.

Opfer der Morde im Triestingtal
Gewarnt von zwei Regimegegnern, dass die SS plante, sie zu erschießen, ersuchten einige Juden den Bürgermeister, sie in eine Heuhütte und andere Privatquartiere am Ortsrand zu verlegen. Doch am 18. April trieb die SS-Feldgendarmerie sämtliche Juden am Kirchplatz zusammen, angeblich um sie „nach Westen zu bringen“. Stattdessen endete der Rückzugsmarsch in einem Steinbruch zwischen Tasshof und Sulzbach, wo die Feldgendarmen die Häftlinge erschossen und danach ihre Leichen anzündete.

Neues Freies Österreich – die Opfer der Freistädter Widerstandsgruppe 
Im Frühjahr oder Sommer 1944 schlossen sich einige Freistädter Bürger unter Ludwig Hermentin zu einer Organisation zusammen, die das Ziel hatte, Österreich von der nationalsozialistischen Herrschaft zu befreien.

Oktober 2021

Liebe Mitglieder!

Der Herbst steckt voller Aktivitäten. Wir haben ein Exclusivangebot ausschließlich für Mitglieder.

Studientag – „Wert des Lebens“ am Sonntag, den 24. Oktober 2021 

Wir besuchen zwei Ausstellungen 

Teil 1: Kunstmuseum Lentos in Linz – Ida Maly – Zwi­schen den Stilen

Leben und Werk der öster­rei­chi­schen Künst­le­rin Ida Maly (1894 – 1941) waren geprägt von den poli­ti­schen, gesell­schaft­li­chen und künst­le­ri­schen Umbrü­chen ihrer Zeit. Ida Maly selbst wur­de 1941 in Schloss Hart­heim in Ober­ös­ter­reich im Alter von 46 Jah­ren ein Opfer der grau­sa­men NS-Euthanasie.

Teil 2: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim – Ausstellung „Wert des Lebens“

Der Fokus der Ausstellung „Wert des Lebens. Der Umgang mit den Unbrauchbaren“ liegt auf der Lebenssituation behinderter bzw. psychisch kranker Menschen in der Zeitspanne von der Zeit der Aufklärung bis zur Gegenwart. Der thematische „rote Faden“ ist der Umgang der Gesellschaft mit diesen Menschen, die als „unbrauchbar“ definiert wurden und werden.

Programmablauf:

07:55 Abfahrt Hauptbahnhof Wien

09:30 Ankunft in Wien

10:00 Ankunft Lentos mit Begrüßungscafe im Atelier

10:30 bis 11:45 Ausstellung Ida Maly mit Informationen und Bezug zu Hartheim

11:45 – 13:00 Mittagessen

13:00 Abfahrt mit dem Bus nach Hartheim

13:30 – 15:30 Rundgang in Hartheim

15:30 – 16:00 Pause

16:00 Abschlussrunde

16:30 Abfahrt mit dem Bus nach Linz zum Bahnhof

17:26 Rückreise vom Bhf. Linz mit der ÖBB

Organisatorische Hinweise:

Für all jene Mitglieder, die aus Wien mit dem öffentlichen Verkehrsmittel anreisen organisieren wir ein Gruppenticket. Falls jemand eine ÖBB-Card besitzt benötigen wir die Nummer der Karte. Mitglieder, die sonst ein öffentliches Verkehrsmittel zur Anreise wählen bekommen die Kosten durch den Verein ersetzt. Bitte einen Beleg für die Überweisung aufbewahren.

Eintrittskarten und Verpflegung werden vom Verein übernommen.

Teilnahmevoraussetzung: Mitgliedschaft im Verein “Rote Spuren”. Für Familienmitglieder ist pro Person ein Betrag von €20.- zu bezahlen.

Anmeldung per Mail an rote.spuren@chello.at

Für Rückfragen stehen wir gerne per Mail oder telefonisch zur Verfügung: Werner Drizhal 0664/1278310.

Wir freuen uns auf deine Anmeldung und verbleiben

mit freundlichen Grüßen!

Christian-Brigitte-Werner-Sissi-Lukas-Kathrin-Fredl

Vorstandsmitglieder des Vereins Rote Spuren

P.S.: Weitere Informationen zu den Ausstellungen:

Teil 1: Kunstmuseum Lentos in Linz – Ida Maly – Zwi­schen den Stilen

Leben und Werk der öster­rei­chi­schen Künst­le­rin Ida Maly (1894 – 1941) waren geprägt von den poli­ti­schen, gesell­schaft­li­chen und künst­le­ri­schen Umbrü­chen ihrer Zeit. Sie stu­dier­te zunächst in Graz und Wien. Um sich neu­en Ein­flüs­sen zu öff­nen, ver­ließ sie die engen Gren­zen ihrer Hei­mat und leb­te ab 1918 in Mün­chen, Ber­lin und Paris. Sie trieb als Ama­teu­rin Sport und arbei­te­te als frei­schaf­fen­de Künst­le­rin. Den­noch kämpf­te sie in den 1920er-Jah­ren mit zuneh­mend pre­kä­ren Lebens­um­stän­den.
Gleich­zei­tig schuf Maly ein viel­schich­ti­ges Werk, das völ­lig neue Aspek­te des öster­rei­chi­schen Kunst­schaf­fens der Zwi­schen­kriegs­zeit auf­zeigt. Es kam jedoch nicht zur Ent­fal­tung, da die Künst­le­rin 1928 in eine psych­ia­tri­sche Anstalt ein­ge­wie­sen wur­de. Dort hielt sie mit dem Zei­chen­stift die ande­ren Insass*innen fest und gestand ihnen in ein­fühl­sa­men Por­träts jene Indi­vi­dua­li­tät und Wür­de zu, wel­che die zuneh­men­de Unmensch­lich­keit der Psych­ia­trie der 1930er-Jah­re ihnen absprach. Ida Maly selbst wur­de 1941 in Schloss Hart­heim in Ober­ös­ter­reich im Alter von 46 Jah­ren ein Opfer der grau­sa­men NS-Euthanasie.

Die Aus­stel­lung im Lentos Kunst­mu­se­um Linz zeich­net anhand aus­ge­wähl­ter Arbei­ten Ida Malys Lebens­weg nach und zeigt, wie sie sich zwi­schen den Sti­len beweg­te und dabei zu ihrer indi­vi­du­el­len künst­le­ri­schen Spra­che fand.

Teil 2: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim – Ausstellung „Wert des Lebens“

Der Fokus der Ausstellung „Wert des Lebens. Der Umgang mit den Unbrauchbaren“ liegt auf der Lebenssituation behinderter bzw. psychisch kranker Menschen in der Zeitspanne von der Zeit der Aufklärung bis zur Gegenwart. Der thematische „rote Faden“ ist der Umgang der Gesellschaft mit diesen Menschen, die als „unbrauchbar“ definiert wurden und werden. Damit eng verknüpft sind Fragen,

  • Wie und von wem diese Definition erfolgt?
  • Welche Vorstellungen und Diskurse von Normierung und Optimierung beherrschen die gesellschaftlichen Diskussionen?
  • Wie wurde versucht, diese gesellschaftlich und staatlich umzusetzen?
  • Wie gestalten wir demgegenüber die Zugänge, die sich an Menschenrechten, Demokratie und Inklusion orientieren?

Artikeln, die seit dem letzten Mitgliedermail erschienen sind:

Gewerkschaftsschule Schwechat auf der Gründungsroute des ÖGB

Grete Rehor

Alois Rohrauer (1843 – 1923)

Gedenken: “80 Jahre Deportationen Wien-Riga”

Großraming – eine Brücke der Qualen